Online Marketing

Landing Pages als systematische Marketingmaßnahme

By 2. Mai 2019 No Comments
landing pages

Das Streben nach mehr Kunden und Bekanntheitsgrad von Produkten und Dienstleistungen setzt als erstes voraus, dass sich Unternehmen oder Dienstleister mit einer eigenen Internetpräsenz zeigen. Dazu kommen alternative Anbieter wie Facebook, Instagram, LinkedIn oder andere in Betracht, um dort weitere Kunden zu erreichen. Viele Marketingexperten raten zusätzlich zu Landing Pages. Worum es sich bei ihnen handelt und wie sie exakt nützlich sein können, soll nachstehend näher beleuchtet werden.

Landing Pages – was ist das eigentlich?

Wie der Name bereits aus dem Englischen verrät, ist eine Landing Page eine Internetseite, auf der Besucher automatisiert landen. Dies funktioniert über einen Link, den sie auf anderen Seiten oder über E-Mails beispielsweise angeklickt haben. Sie ist sozusagen die „Landeplattform“ nach dem Klick. Das Spezielle an dieser Form ist, dass sie auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet ist beziehungsweise ein bestimmtes Ziel verfolgt. Sie steht in den meisten Fällen für sich isoliert da und hat keine oder kaum Bezug zur eigentlichen Homepage des Unternehmens. Der Aufbau ist einfacherer strukturiert und hat keine oder nur eine geringfügige Navigationsleiste.

Zielrichtung der Landing Pages

Der Fokus dieser Internetseiten ist klar auf besondere Aktionen oder Promotionen ausgerichtet. Es ist dabei nicht entscheidend, ob es sich um Produkte, Dienstleistungen, Kampagnen, Angebote oder Veranstaltungen handelt. Da die Darstellung fokussierend gehalten ist, wird der Besucher auf Anhieb auf diesen direkten Hinweis in Sekundenschnelle aufmerksam gemacht. Selbst wenn dieser schnell weiterklicken wird, hat er bereits den Großteil des Inhalts erfasst. Das ist der Vorteil und ein Hauptargument, solche Zielseiten ins Leben zu rufen. Somit gleichen sie Werbespots, wie sie aus dem Fernsehen bekannt sind.

Sie haben aber auch noch andere Zwecke. Denn sie verfolgen eine größere Leadgenerierung. Die Erhöhung der Leads bedeutet, dass der Betreiber mehr Datensätze von potentiellen Kunden erhält. Dies ist wichtig, um weitere Kampagnen zielgerichtet nachzuverfolgen und die Kunden nochmals ansprechen zu können. Fachleute sprechen davon, dass die Chance zur Kundengewinnung stark erhöht ist. Diese Form des Direktmarketings ist im Übrigen nicht neu. Vor den Möglichkeiten des Internets wurden solche Maßnahmen per Postzusendungen beispielsweise gemacht. Große namhafte Unternehmen haben Werbebriefe, Coupons, Gutscheine und dergleichen direkt nach Hause zu den potentiellen Kunden geschickt. Mit dem Internet und solch genannten Maßnahmen ist dies einfacher und günstiger.

Unterschiede zur normalen Homepage und diverse Arten der Zielseiten

Es gibt unterschiedliche Formen dieser Zielseiten. Dies ist abhängig, welchen Verwendungszweck der Betreiber umsetzen möchte. Grundsätzlich muss differenziert werden, dass eine Landingpage anders strukturiert ist, als die einer Startseite eines Unternehmens beispielsweise. So wird nicht viel oder gar nichts über das Unternehmen, andere Produkte oder Dienstleistungen berichtet und zu sehen sein. Dies unterscheidet eine Landing Page im Wesentlichen von einer Startseite. Denn dort gibt es ein angezeigtes Menu, eine Willkommensseite und gegebenenfalls gleich die Vorstellung der Firma und vieles andere. Das ist für ein Unternehmen wichtig, damit es sich umfassend vorstellen kann.

Weitere Informationen und Links sind zu Produkten, Geschäftszielen, Geschäftsführung und Jahresberichten, Jobs und vieles mehr sind auf einer vollständigen Firmenhomepage zu finden. Die Leser sollen regelrecht an die Homepage gefesselt werden. Dies entfällt bei der Landing Page gänzlich. Sie will nur auf ein Produkt oder Dienstleistung hinweisen. Das sollte sie auch tunlichst beibehalten. Keinerlei Links oder andere unwichtige Hinweise sollte der Betreiber auf solch einer Ziel Page einbetten.
Grundsätzlich bestimmen die Ziele diese Pages. Diese können sich wie folgt ausgetalten:

  • Produkt oder Dienstleistung zu kaufen
  • Leads der Besucher zu generieren
  • Erstgespräch beziehungsweise Ersttermin zu vereinbaren
  • Anmeldung zu tätigen, welches auch einfach nur zum Newsletter sein kann
  • Geld zu spenden
  • Eine Veranstaltung, Konzert oder Restaurant beispielsweise zu besuchen

Die Möglichkeiten sind vielfältig, die für ein direktes Marketing mittels solch einer Weiterleitung angewendet werden können. Die oben Aufgezählten sind nur ein Ausschnitt davon. Kategorisierend gesprochen lassen sich allerdings zwei unterschiedliche Formen unterscheiden. Diese sind wie folgt:

  • 1. Opt-in: Das sind Pages, die Kontaktdaten sammeln möchten. Dazu gehören Namen, E-Mails und manchmal auch physikalische Adressen. Ein Feld als Call-to-Action wird dazu oftmals verwendet. Gewohnheitsmäßig kommen sie vorwiegend im B2B-Geschäft vor.
  • 2. Click-Through: Das sind Pages, die den Verkaufsreiz nochmals verstärken, bevor sie zum eigentlichen Verkaufsbereich gelangen. Sie werden meistens mittels Button umgesetzt, welcher im E-Commerce gängig ist.

Das Online Marketing und die Wichtigkeit der Landing Pages

landing page optimierungDie Nützlichkeit und somit Wichtigkeit der Pages sind nicht zu unterschätzen. Sie betreffen das effektvolle Online Marketing. Denn die Schlacht um die vordersten Ränge bei Google ist groß. So erhöhen gut aufgebaute Zielseiten folgende Aspekte:

  • Erhöhung der Leads: Mithilfe der Zielseiten werden die Leads automatisch erhöht. Untersuchungen belegen, dass die Anzahl der Zielseiten gleichsam die Leads steigern.
  • Erhöhung des Traffics: Traffic ist ein Begriff aus dem Englischen, welche im Sinne des Online Marketings bedeutet, dass die Anzahl der Besucher erhöht wird. Sie macht sich im Google-Ranking positiv bemerkbar.
  • Erhöhung des Umsatzes: Der Umsatz wird gleichzeitig mit Erhöhung der Zielseiten gesteigert. Dies ist auch nachvollziehbar, da die vertrieblichen Aktivitäten breiter gestreut werden.

Eine richtige Ziel Page gestalten, die anspricht

Eine Ziel Page soll für den Kunden ansprechend sein. Ist dies nicht der Fall, werden sie schnell wegklicken und genau das Gegenteil machen: Die Kontaktdaten nicht eingeben oder nichts beantragen oder kaufen. Aus diesem Grunde sollte sich der Blogbetreiber Vorüberlegungen machen. Zu ihnen gehören, dass er darüber nachdenkt, welche Ware oder Dienstleistungen er anbietet. Danach folgt der zweite Schritt: Was ist das Besondere an dem gezeigten Produkt oder Service, welches sich von anderen Konkurrenten abhebt? Darauf sollte eingegangen und das extra hervorgehoben werden. Es wird an dieser Stelle gleichfalls vom Alleinstellungsmerkmal gesprochen. Es muss dabei nicht nur an das Produkt gedacht werden, sondern auch beispielsweise an einen anderen Mehrwert, den der Kunden mit dem Kauf erhält. Beispiele wären:

  • Schnellere Lieferung als andere
  • Umfassende und mitgelieferte Produktinformationen wie beispielsweise Kochtipps zu dem gekauften Kochtopf
  • Bester After Sales Service
  • und vieles mehr

Optische und inhaltliche Details

Die optische und inhaltliche Umsetzung folgt einigen Regeln, wie eine Ziel Page aufgebaut sein sollte:

Hauptüberschrift der Ziel-Page

Die Überschrift ist das Wichtigste und sollte entsprechend groß gestaltet sein. Zudem sollte sie eine gewinnende Aussage haben, die zum Weiterlesen animiert. Es sollte zudem klar dargestellt werden, was der Blogbetreiber anbietet, was das Einzigartige ist und welchen besonderen Nutzen der potentielle Kunde von dem Angebot hat.
Eine Unterüberschrift kann zur Ergänzung dienen, falls der Blogbetreiber diese Fragen nicht komplett in die Hauptüberschrift unterbringen und beantworten kann. Dies mag dann der Fall sein, wenn die Page für erklärungsbedürftigere Produkte oder Dienstleistung dient.

Visuelle Aspekte und Eyecatcher

Das Auge ißt schließlich mit, heißt es oft. Auch dies ist bei einer Ziel Page der Fall. Denn ein ansprechendes Bild, ein Video oder eine Grafik sind manchmal interessanter und ansprechender als lange und schöne Texte. Sie fallen schneller auf und der Kunde muss sich zum Erfassen dieser weniger anstrengen, als wenn er lange Texte lesen müsste. Dies wird dann noch besser, wenn der Blogbetreiber beispielsweise das Produkt in Aktion mittels Videos zeigt, welches sogleich abläuft, wenn die Seite sich aufgebaut. So kann sich der Kunde noch besser vorstellen und auf Anhieb sehen, welchen Mehrwert das Produkt für ihn hat.

Nutzvorteile in kurzen Sätzen oder Bullet Points darstellen

Die Nutzvorteile im Gebrauch der Dienstleistung oder des Produktes sollten emotional dargestellt werden. Dies ist weniger eine technische Frage und Beschreibung. Sie ist hingegen in detaillierten Produktbeschreibungen sinnvoll. Bei einer Ziel Page sollte jedoch vorwiegend die Emotionalität im Vordergrund stehen, denn sie öffnet das Herz und erhöht die Kaufbereitschaft.

Damit die Erfassung der Botschaften schneller geht, empfehlen sich kurze Sätze oder sogar Bullet Points, die nicht unbedingt vollständig ausformulierte Sätze haben müssen. Das Herausstellen der wichtigsten Eigenschaften in kurzen Aussagen reicht an der Stelle.

Die Features sollten zusätzlich zu Sprache kommen

Die Features sind die Handlungen, die das Produkt oder die Dienstleistung ausführen kann. Ebenso diese Darstellung sollte erwähnt werden. Die Features können genauso wie die Nutzvorteile kurz gehalten sein, damit nur die wichtigste Aussage dargestellt wird.

Testimonials hinzufügen ist wichtig

Die Testimonials, also die Zeugen, sind wichtig. Sie sollen schließlich bestätigen, dass die Produkte sinnvoll, hervorragend anzuwenden und von hoher Qualität sind. Wenn die Zeugen dann noch berühmt sind, erhöht das den Vertrauensfaktor um ein Vielfaches. Aus diesem Grunde sind sie darzustellen.

Trust-Symbole runden das Vertrauen ab

Trust-Symbole stützen das angesprochene Vertrauen ebenso. Diese sind Zertifikate, Awards, Bewertungssymbole und viele andere, die die Kunden kennen und ihnen Vertrauen schenken. Das überträgt sich auf die Produkte, Dienstleistungen und schließlich den Blogbetreiber selbst.

Call-to-Action darf als das wichtiges Element nicht fehlen

Call-to-Action ist, wie gesehen wurde, das wichtige Element, was auf der Page nicht fehlen sollte. Denn das ist schließlich auch die Eingangstür zum Ziel, welches mit den Seiten verfolgt wird. Wird darauf häufig geklickt, ist es ein Zeichen für den Erfolg der Seite. Das kann zudem bedeuten, dass dieser Button häufiger auf der Seite zu finden ist. Besonders empfohlen ist, dass er auffällig gestaltet ist, damit er im Gesamtbild nicht untergeht. Das kann durch seine Größe, Farbe oder beides möglich gemacht werden.

Die Confirmation Page gehört zum Gesamtpaket dazu

Am Ende, nachdem der Call-to-Action ausgeführt wurde, sollte eine Confirmation Page nicht fehlen. Was ist diese? Sie ist eine Seite, die sich nach der Konversation beziehungsweise Eintragung aufbaut und sich für die Handlung bedankt und sie bestätigt. So hat der Kunde zugleich die Rückmeldung, dass die Daten oder die Bestellung erfolgreich ausgeführt wurden. Fehlt diese, bleibt er in seiner Unsicherheit, dass der Anbieter beziehungsweise Blogbetreiber, die Daten nicht vollständig erhalten hat. Dieser Zweifel wird mit der Bestätigungsseite ausgeräumt.

Zusammenfassung und Fazit

Wie gesehen wurde, ist die Einrichtung von mehreren Ziel Landing Pages eine wichtige Marketingstrategie. Sie generieren mehr Leads, Traffic und schließlich mehr Umsatz. Wichtig ist für den Blogbetreiber zu wissen, wie er die Seiten am besten für seine Produkte oder Dienstleistung gestaltet. Dabei sind die Hauptüberschriften richtig zu wählen und die Aussagen vollständig zu treffen. Zu den Inhalten gehört es, was der Blogbetreiber anbietet, was die Einzigartigkeit an dem Produkt oder Dienstleistung ist und was die Vorteile für den Kunden sind. Sind diese Inhalte richtig ausformuliert und auch optisch sehr gut aufbereitet, wird der Kunde zum Weiterlesen animiert und der jeweiligen Aufforderung zur entsprechenden Handlung durch Klicks folgen.